Langes Sitzen – was sollte man beachten?

veröffentlicht am 31. Mai 2016 in Ratgeber von

Wer kennt es nicht: Auf der Arbeit oder zuhause vor dem Computer. Langes Sitzen, oft über mehrere Stunden, ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Kopf- und Nackenschmerzen, Rückenbeschwerden und im schlimmsten Falle sogar Thrombosen, können die ungeliebte und teils lebensbedrohliche Folge sein. Worauf man achten muss, wenn man privat oder beruflich lange Zeit sitzt und welche Körperregionen hierbei besondere Aufmerksamkeit finden sollten, erfahrt Ihr in folgendem Ratgeberartikel.

Wohl kaum ein anderer Bereich im, beziehungsweise am Körper, wird bei stundenlangem Sitzen mehr beansprucht als der Rücken. Um seine Gesundheit auf Dauer nicht zu gefährden, empfiehlt sich daher das sogenannte ergonomische Sitzen. Diese Regeln sollte man, auch in einem Gaming Stuhl, unbedingt versuchen einzuhalten:

Regel 1: Arme und Beine müssen im Rechten Winkel sein!

Um dies zu gewährleisten, sollte man sowohl die Sitzhöhe Ihres Stuhles, als auch die Tischhöhe optimal an die Körpergröße anpassen. Andernfalls ist eine Sitzweise im rechten Winkel nicht korrekt möglich. Sollte der Tisch nicht höhenverstellbar sein (die meisten Stühle sind es schon mal), wäre es ratsam, das man sich u. U. einen neuen kauft. Nur das korrekte rechtwinklige Sitzen kann den Rücken nachhaltig entlasten.

Regel 2: Den Stuhl voll ausnutzen!

Achtet zu Beginn immer darauf, dass es sich bei der Rückenlehne des Stuhles um eine körpergerecht geformte handelt. Nutzt im Folgenden die gesamte Sitzfläche des Stuhles aus. Optimal ist es, wenn die Sitzfläche noch 2/3 des Oberschenkels stützt. Die Rückenlehne sollte darüberhinaus den unteren und den mittleren Bereich des Rückens abstützen. Die Wirbelsäule kann somit effektiv entlastet werden.

Regel 3: Aufrecht sitzen!

Nur wer gerade sitzt, kann Rückenschmerzen vermeiden. Für eine gerade Haltung empfiehlt es sich, das Becken leicht nach vorne zu kippen. Dies vermeidet den sogenannten Rundrücken und sorgt für eine gleichmäßige Belastung der Muskulatur und der Bandscheibe. Außerdem wird die Durchblutung der Beine durch dieses Sitzen nicht gestört. Dies macht sich oft durch eingeschlafene, kribbelige Beine bemerkbar. Vielleicht habt Ihr dieses Phänomen bei Euch auch schon einmal feststellen können.

Regel 4: Das dynamische Sitzen!

Bleibt unter keinen Umständen starr und unbeweglich, während Ihr an Eurem Schreibtisch sitzt. Stühle mit der Funktion „dynamisches Sitzen“ sind sehr empfehlenswert. Die Rückenlehne dieser Stühle kann sich wunderbar nach hinten und vorne bewegen und sie gleichzeitig stützen. Durch das hier beschriebene dynamische Sitzen wird einer Belastung der Wirbelsäule vorgebeugt und die Durchblutung der körpereigenen Muskulatur wird deutlich verbessert. Darüberhinaus lässt es sich in zurückgelehnter Haltung auch gut und gerne ein paar Minuten entspannen um Gedanken zu ordnen und Ideen zu entwickeln.

Regel 5: Benutzt auch die Armlehnen des Stuhles!

Achtet unbedingt darauf, dass der Stuhl über Armlehnen verfügt. Durch das lockere Aufliegen der Unterarme wird die Schultermuskulatur ganz wunderbar entlastet. Bösen Nacken- und Kopfschmerzen sagt man damit den Kampf an.

Regel 6: Fußstützen!

Hochwertigere Stühle verfügen außerdem über sogenannte Fußstützen. Für kleinere Menschen sind sie optimal um die Höhe zum Boden auszugleichen. Aber auch für normal große Leute bieten Sie einen entscheidenden Vorteil: sie entlasten die Beinmuskulatur und ebenfalls den Rücken.

Wie Ihr sehen könnt, ist ergonomisches Sitzen nicht nur vorteilhaft für einen gesunden Rücken. Zudem kann die Schulter- und Beinmuskulatur hierbei durchaus entlastet und gestützt werden.
Auch wenn es mittlerweile optimale Möglichkeiten gibt, seinen Körper während eines langen Sitzens zu entlasten, ist eine regelmäßige Bewegung unabdingbar. Steht beispielsweise jede Stunde einmal auf und lauft einige Meter. Langes Sitzen ist mehr als ungesund und kann – bedingt durch eine Thrombose – sogar zum Tode führen.

Thrombose – was ist das?

Bei einer Thrombose dickt das Blut in den Beinen ein. Es staut und kann dabei kleine Klumpen bilden (die sogenannten Thrombosen). Diese können sich beispielsweise in der Lunge oder auch im Kopf oder Herzen festsetzen und zum Tod führen. Risikofaktor ist nicht ein langes Sitzen alleine. Raucher und Frauen die die Anti-Baby-Pille einnehmen, sind deutlich mehr gefährdet, als Menschen, die dies nicht tun. Auch Übergewicht und Krampfadern können eine Thrombose begünstigen. Sollten Ihr also erblich vorbelastet sein, ist zudem Vorsicht geboten. Erkundigt Euch daher auch im Familienkreis danach.

Um eine Thrombose durch langes Sitzen zu vermeiden, gilt wie bereits gesagt, generell folgendes: Bewegen und nochmals bewegen! Steht auf und lauft etwas. Nur so kann das Blut ordnungsgemäß zirkulieren und hat gar nicht erst die Chance, einzudicken. Alles natürlich der Gesundheit zu Liebe.


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